Checkliste - welches Haus passt zu mir?

Hat man sich entschieden, eine Immobilie zu erwerben, stellen sich als erstes einige Fragen:
  • Möchte ich ein Haus oder eine Wohnung kaufen oder kommt auch ein Hausbau in Frage?
  • Soll es ein freistehendes Einfamilienhaus sein oder doch eher ein Doppelhaus oder ein Reihenhaus? Dies ist natürlich eine Frage, die stark vom Budget, das zur Verfügung steht, abhängt.
  • Gibt es den Traum von einem bestimmen Haustyp? Bungalow, Holzhaus, Massivhaus, Niedrigenergiehaus, Stadtvilla, Landhaus, Fachwerkhaus, Blockhaus... Die Liste von Häusern lässt sich endlos fortsetzen, da es sehr viele verschiedene Varianten und Bauweisen gibt.
Doch welche Vor- und Nachteile bringen die Möglichkeiten mit sich?

Der Neubau:

  • Bei einem Neubau hat man die größten Gestaltungsmöglichkeiten. Gerade wenn man sein zukünftiges Haus individuell von einem Architekten entwerfen lässt, können die eigene Wünsche meist komplett umgesetzt werden. Natürlich kann ein Neubau auch ein Fertighaus sein. Hier sind eigene Wünsche meist beschränkt umsetzbar, allerdings erhöhen sich die Kosten dadurch meist immens. Fertighäuser gibt es inzwischen in ganz verschiedenen Ausführungen: Massivhaus, Bausatzhaus, Stadtvilla und viele mehr. Die einzelen Anbieter haben eine unglaubliche Vielfalt im Programm. Viele Firmen haben inzwischen Parks mit Musterhäusern, in denen man sich einen Überblick verschaffen kann.
  • Baut man ein neues Haus ist alles auf dem neuesten Standard und man kann davon ausgehen, dass nicht demnächst die ersten Renovierungsarbeiten anfallen: Die Heizung wird nicht in nächster Zeit kaputtgehen, die Kosten für Energie sind gering, das Dach wird nicht undicht werden usw. Meist hat man 10 Jahre Ruhe, bevor etwas am Haus gemacht werden muss, denn neu hält einfach länger.
  • Sowohl bei der individuellen Planung mit dem Architekten als auch beim Bau von Fertighäusern hat man die Möglichkeit, Kosten einzusparen, wenn man selbst mit anpackt. Durch Eigenleistungen (Handwerkerarbeiten) können sich die Kosten enorm senken.
  • Neue Häuser haben eine gute Dämmung und dadurch sehr niedrige Energiekosten. Man sich auch dafür entscheiden, ein Passivhaus oder ein Effizienzhaus zu bauen. Dadurch wird der Energieverbrauch noch einmal deutlich gesenkt.

Aber, trotz vieler Vorteile, die für einen Neubau sprechen, gibt es natürlich auch Nachteile:

  • Man muss mit hohen Grundstückskosten rechnen. Gerade wenn man plant, ein Einfamilienhaus zu bauen, benötigt man ein relativ großes Grundstück.
  • Bei der Suche stößt man häufig auf Erbpachtgrundstücke. Erbpachtgrundstücke werden nicht gekauft. Sie können sie für maximal 99 Jahre pachen und zahlen jährlich einen Erbpachtzins. Das Grundstück wird Ihnen aber nie gehören. Nach 99 Jahren fällt das Grundstück zurück an den Besitzer, inklusive ihres gebauten Hauses („Heimfall“). Für die Immobilie auf dem Grundstück muss der Besitzer eine Entschädigung zahlen. Ein Erbpachtgrundstück in Betracht zu ziehen, macht nur Sinn, wenn die Zinsen sehr deutlich unter den Zinsen liegen, die für den Kredit eines Grundstückskaufs anfallen würden oder man sehr wenig Eigenkapital zur Verfügung hat.
  • Die Bauphase kann sich verzögern und hat eine spätere Einzugszeit zur Folge. Im besten Fall muss „nur“ doppelt zahlen: Miete und Kreditabtrag. Im schlechten Fall, wenn die Wohnung bereits gekündigt ist, hat man ein wirklich großes Problem...
  • Kostenintensive und zeitaufwendige Baumängel können bei Neubauten auftreten.
  • Oft ist die Gestaltung der Wohnumgebung in Neubaugebieten noch nicht komplett beendet. Es fehlt vielleicht noch an Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten etc.
  • Gerade bei einem Neubaugebiet kann es lange dauern, bis auch die Umgebung keine Baustelle mehr ist...

Der Hauskauf

  • Wenn nicht große Sanierungen anstehen, ist die Einzugszeit sehr gut planbar, sodass doppelte Zahlungen meist verhindert werden können.
  • Man hat weniger Arbeit, da bereits alles fertig ist.
  • Man kann sich vor dem Kauf ein genaues Bild über die Nachbarn und die Infrastruktur machen.
  • Der Garten des Hauses ist bereits angelegt.

Aber:

  • Die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten sind äußerst gering.
  • Manche Mängel sind, auch durch einen Gutachter, nicht sofort zu erkennen, tauchen erst später auf und verursachen hohe Kosten, die nicht eingeplant waren.
  • Ältere Häuser haben meist eine wesentlich schlechtere Energiebilanz als neue Häuser, sodass man mehr Geld für Heizkosten einplanen muss.
Auf jeden Fall sollte man vor einem Hauskauf immer mit einem Gutachter durch das Haus gehen, der eventuelle Mängel aufdeckt.

Worauf man generell, sowohl beim Hauskauf als auch beim Bau, achten sollte:

Wo befindet sich die Immobilie bzw. das Baugrundstück?

  • Wie ist die Infrastruktur? In welcher Entfernung befinden sich Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten, Schulen etc.
  • Wie weit sind die öffentlichen Verkehrsmittel entfernt? Braucht man auf jeden Fall ein Auto, um zur Arbeitsstätte zu kommen?
  • Bei einem Bau in einem Neubaugebiet: Wie lange wird hier noch gebaut? Hat man eventuell noch damit zu rechnen, dass man über Jahre auf einer Baustelle wohnt?
  • Ist mit Lärm zu rechnen: Wie weit ist die Einflugsschneise des Flughafens entfernt? Wie weit sind Bahnlinien entfernt?
Hat man sich entschieden, ob man kaufen oder bauen möchte, stellt sich die nächste Frage:

Welcher Haustyp ist der Richtige für uns?

Das freistehende Einfamilienhaus:

  • bietet die größte Gestaltungsmöglichkeit.
  • hat Fenster zu allen Seiten und ist dadurch sehr hell und vom Licht durchflutet.
  • hat einen Garten rund um das Haus.
  • birgt die meiste Privatsphäre und die meiste Ruhe.
  • hat meist Parkmöglichkeiten auf dem Grundstück.
Aber das freistehende Einfamilienhaus hat auch:
  • hohe Energiekosten da es vier Außenwände hat.
  • hohe Grundstückskosten, da man viel Platz für den Bau braucht.

Doppelhäuser und Reihenhäuser:

  • haben ein großen Vorteil, da sie nur niedrige Energiekosten verursachen (Der Nachbar heizt mit.).
  • brauchen weniger Platz, sodass die Erwerbskosten niedriger sind.
Aber sie bedeuten auch:
  • oft keine Parkmöglichkeit auf dem Grundstück
  • weniger Licht, da Fenster nicht an allen Seiten möglich sind
  • Lärm durch Nachbarn
  • kleiner Garten
  • einen sehr festgelegten Grundriss mit wenig Möglichkeiten zur Veränderung.
  • Am Alter meist keine Möglichkeit auf einer Etage zu leben, sodass man eventuell nicht bis ins hohe Alter im eigenen Haus leben kann, wenn keine Treppen mehr zu bewältigen sind.

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